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Wo bleibt die Dankbarkeit? - Newsletter Nr. 4 vom 4.04.08

Erstellt von Haris am Dienstag 6. Mai 2008 Schrift VERGRÖSSERN

Guten Tag ,

Haben Sie schon einmal etwas Gutes für jemanden getan, ihm ein tolles Geschenk gemacht oder bei der Gartenarbeit geholfen? Wie haben Sie sich gefühlt als sich dieser Mensch nicht bei Ihnen bedankt hat? Haben Sie sich gewünscht ihm gar nicht geholfen zu haben?

Wie waren alle schon einmal in einer solchen Situation, doch hinterher in Selbstmitleid zu baden oder ärgerlich zu werden ist der falsche Weg und es zeigt, dass wir beim Helfen insgeheim mehr an uns selbst gedacht haben als an den anderen.

Wenn wir einem Nachbarn helfen den Reifen beim Auto zu wechseln oder einer alten Dame die Einkaufstüten tragen, erwarten wir Dankbarkeit. Doch wenn wir vom anderen nichts zurückbekommen, sind wir verärgert und enttäuscht.

Wenn man etwas gibt, dann sollte man es tun, um zu helfen - für den anderen Menschen. Von allen Dankbarkeit zu erwarten ist zum Teil auch egoistisch. Wir geben etwas und sehen es als selbstverständlich an etwas zurückzubekommen. Wir glauben, dass wir ein Recht auf auf Dankbarkeit haben.

Doch wie wäre es, wenn wir uns stattdessen auf Undankbarkeit einstellen und geben würden ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Wenn wir geben, dann sollten wir es aus Freude am Geben tun.

Wir haben keinen Einfluss darauf wie andere Menschen reagieren und wenn wir zuviel erwarten, werden wir nur unglücklich. Seien Sie stattdessen glücklich, weil sie etwas schenken.

Die Menschen sind nunmal so wie sie sind - wir können sie nicht ändern. Von den meisten werden Sie nie etwas zurückbekommen, sei es auch nur ein “Dankeschön.” Wenn Sie durchs Leben gehen und immer Dankbarkeit erwarten, machen Sie sich nur selbst Kummer.

In meinem Bekanntenkreis gibt es einen Mann, der sich heute noch über einen Nachbarn ärgert, dem er beim Bau seines Hauses geholfen hat. Er sagt schon seit Jahren Dinge wie: “Er hat es mir nie gedankt.” oder “Wenn jemand etwas solches für mich getan hätte, dann würde ich ihn zum Essen einladen oder ein tolles Geschenk kaufen.”

Jedesmal wenn er darüber nachdenkt, verzieht er das Gesicht zu einer Grimasse und wird wütend. Er lässt zu, dass ihn eine solche Kleinigkeit belastet, obwohl es Jahre zurückliegt.

Machen Sie bitte nicht den gleichen Fehler. Der heutige Tipp lautet deshalb:

“Tun Sie Gutes, helfen Sie anderen, aber erwarten Sie keine Dankbarkeit.”

Leben Sie Ihr Leben!

Viel Erfolg!

Haris Halkic

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