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DANKE! - Newsletter Nr. 6 vom 12.04.08

Erstellt von Haris am Dienstag 13. Mai 2008 Schrift VERGRÖSSERN

Guten Tag ,

letzte Woche habe ich darüber geschrieben, dass wir von anderen keine Dankbarkeit erwarten sollen, weil wir sonst nur enttäuscht werden. Doch damit es gar nicht so weit kommt, ist das heutige Thema Dankbarkeit. Dazu gibt es eine interessante Geschichte:

Sand und Stein

Dies ist die Geschichte von zwei Freunden, die die Wüste durchquerten. Es ergab sich, dass sie sich stritten und dass ein Freund dem anderen ins Gesicht schlug. Der der geschlagen wurde, sagte kein Wort, sondern schrieb in den Sand:

HEUTE HAT MIR MEIN BESTER FREUND INS GESICHT GESCHLAGEN.

Sie setzen ihren Weg fort und kamen an einer Oase an und entschieden zu rasten und ein Bad zu nehmen.

Der, der ins Gesicht geschlagen wurde, drohte plötzlich im Treibsand zu versinken, aber sein bester Freund rettete ihn.

Nach seiner Rettung schrieb der Gerettete auf einen Stein:

HEUTE HAT MIR MEIN BESTER FREUND DAS LEBEN GERETTET.

Der andere, der ihn geschlagen und ihm das Leben gerettet hatte, fragte:

Nachdem ich Dich geschlagen hatte, hast Du in den Sand geschrieben und nun schreibst Du auf einen Stein, warum?

Sein Freund antwortete:

Wenn Dich jemand verletzt hat, schreib Deinen Schmerz in den Sand, auf dass der Wind den Schmerz aus Deinem Gedächtnis fortwehe, aber wenn Dir ein anderer etwas Gutes getan hat, dann schreibe es in Stein, auf dass die Erinnerung daran niemals vom Wind mitgenommen werde.

LERNE DEINE SCHMERZEN IN DEN SAND ZU
SCHREIBEN UND …

… DEINE DANKBARKEIT IN STEIN ZU SCHREIBEN.

Mir geht es heute vor allem um den zweiten Teil der Botschaft. Wir sollten anderen Menschen von ganzem Herzen danken.

Doch es ist nicht notwendig, dass uns jemand das Leben rettet, damit wir ihm danken. Wievielen Menschen begegnen wir täglich, denen wir Dank aussprechen könnten, es aber nicht tun?

Wann haben wir das letzte Mal der Kassiererin im Supermarkt gedankt, dass Sie so schnell ist?

Wann haben wir das letzte Mal dem Briefträger gedankt, dass er so zuverlässig ist und die Briefe wie immer im Briefkasten waren?

Natürlich, es ist sein Job, aber verdient dieser Mensch nicht etwas Dankbarkeit dafür, dass er ihn macht. Nur weil jemand für eine Arbeit bezahlt wird, bedeutet es ja nicht, dass wir auf Dankbarkeit verzichten müssen.

Danken ist etwas Schönes, weil es ein Moment ist, an dem wir nicht an uns selbst, sondern an einen anderen Menschen, denken.

“Dankbarkeit ist nicht nur die größte aller Tugenden, sondern auch die Mutter von allen.”

Marcus Tullius Cicero

Eine andere Form von Dankbarkeit ist diejenige, die nicht an eine Person gerichtet ist, sondern an unsere Umgebung. In diesem Fall sind wir dankbar für Dinge oder Personen, in unserem Leben. Wir können für das Wetter, unsere Arbeit, unseren Verstand, unsere Schuhgröße und unsere Zähne
dankbar sein.

Es fehlt eigentlich bei keinem Menschen an Dingen, für die er dankbar sein kann, sondern nur am Willen dazu. Menschen, die für die vielen, kleinen Wunder des Alltags danken und froh sind über das, was sie haben, sind im Allgemeinen glücklicher als wohlhabende, hochgebildete oder berühmte Persönlichkeiten.

“Man muss lernen,mit dem Gegebenen zufrieden zu sein, und nicht immer das verlangen, was gerade fehlt.”

Theodor Fontane

Besonders wir in den reichen Industrieländern haben so viel wofür wir dankbar sein könnten, dass wir nicht wissen sollten wo anzufangen wäre. Doch stattdessen jammern wir über 0,5% weniger Wirtschaftswachstum und darüber, dass es regnet.

Der heutige Tipp lautet daher: Seien Sie dankbar!

Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um mich bei Ihnen allen zu bedanken, dass Sie diesen Newsletter lesen. Ich weiß, dass Ihre Zeit kostbar ist und dass Sie jetzt viele andere Dinge tun könnten, aber Sie haben sich entschlossen den 1000Tipps-Newsletter zu lesen. Vielen Dank!

Leben Sie Ihr Leben!

Viel Erfolg!

Haris Halkic

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  • 17 Kommentare zu “DANKE! - Newsletter Nr. 6 vom 12.04.08”

    1. Chris sagt:

      (Ich beziehe mich auf die zweite im Text genannte Form von Dankbarkeit)

      Ist all das “Gejammer” also nur Anstellerei? Was erzählen Sie einem Arbeitslosen, dem gerade seine ALG-2-Bezüge gekürzt wurden, weil er zu oft ein “zumutbares” Arbeits”angebot” abgelehnt hat? Dass er dankbar dafür sein sollte, am Leben zu sein und in diesem “reichen” Land zu leben?

    2. Oliver sagt:

      Dankbar in einem Sozialstaat zu leben.
      Dankbar für die finanzielle Unterstützung in der “arbeitssuchenden Phase”.
      Dankbar für den Supermarkt um die Ecke.
      Dankbar für “vier Wände”.

      Es geht auf diesem Planeten auch ganz anders.
      Ich möchte nicht tauschen.

      Man muss nicht den ganzen Tag mit einem breiten Grinsen hüpfend durch die Stadt gehen.
      Aber das was man besitzt etwas mehr schätzen zu lernen schadet keinem.

    3. Chris sagt:

      In der Annahme, dass der Kommentar von 20:08 eine Antwort auf meinen Kommentar ist:
      Zur Dankbarkeit für den Sozialstaat: Der Sozialstaat ist nichts, wofür man dankbar sein sollte, denn ich glaube nicht, dass er dazu ist oder es jemals war, um irgendjmd. ein schönes Leben zu bereiten, sondern damit niemand gleich verhungert, falls er seine Arbeit verliert (oder erkrankt). Er ist dazu da, die Leute potentiell verfügbar für den Arbeitsmarkt zu halten. Und das ist nicht aus Menschlichkeit so, sondern weil ansonsten eine funktionierende Wirtschaft nicht auf Dauer möglich wäre (natürlich gehören zum Sozialstaat neben dem ALG auch der 8-Stunden-Tag etc.). Das bedeutet aber kein schönes Leben, sondern, wie es so schön heißt, Existenzminimum. Zudem existiert auch diese Wirtschaftsweise nicht, um irgendjmd. zu einem schönen Leben zu verhelfen, sondern um - jedenfalls insgesamt gesehen - aus Geld mehr Geld zu machen. Ein einzelner Mensch ist dabei letztlich nur Mittel zum Zweck der Reichtumsproduktion - und zwar nicht seines eigenen Reichtums (das soll im Übrigen keine Kritik an bösen, raffgierigen Unternehmern sein).
      Der Verweis auf Menschen in anderen Ländern, denen es noch schlechter geht, macht in meinen Augen die Zustände hier übrigens auch nicht besser. Dass Sie in den gegebenen Verhältnissen etwas sehen, das Dankbarkeit verdient, zeigt, dass Sie offenbar finden, dass der jetzige Zustand irgendwie unveränderlich oder zumindest die bestmögliche Welt ist. Das kann ich pers. nicht verstehen.

      Zu viel geschrieben um diese Uhrzeit? Stimmt.

    4. Oliver sagt:

      Es ist in der Tat nicht die Aufgabe des Sozialstaates dem Bürger ein schönes Leben zu schenken. Dies habe ich allerdings auch nicht behauptet. Ich sehe vielmehr die ehrenvollen Tätigkeiten die der Sicherung und Erhaltung des Lebens der Bürger dienen.

      Natürlich muss so ein System auch funktionieren und deshalb ist der Staat bestrebt die Bürger arbeitssam zu halten. Wer sich jedoch grundlos wehrt etwas zur Erhaltung des Systems beizutragen verdient meines erachtens nach keine Unterstützung.

      Ist der 8-Stunden-Tag etwas schlechtes? Wir hatten in Deutschland bereits deutlich schlechtere Arbeitsverhältnisse. Für die meisten Bürger ist so ein Arbeitsverhältnis durchaus ein wichtiger Teil im Leben um “ausgelastet” zu sein. Das Gefühl etwas getan zu haben.

      Warum sehen sie sich als Sklave des Staates? Sie können ihre Lage verändern.
      Sie können selbst Unternehmer werden oder gut bezahlter Angestellter, erfolgreicher Freiberufler…..
      Sie bestimmen ihre Stellung im System.

      Ich glaube nicht das der Sozialstaat das beste und letzte System ist. Er hat auch viele Schwächen.
      Meine Dankbarkeit gilt der Fürsorge des Staates gegenüber dem einzelnen Individuum. Oder mit ihren Worten:
      Es ist unwahrscheinlich das ich in Deutschland verhungere!

      Anstatt hier eine anstrengende Diskussion zu führen und sich “typisch deutsch” über alles zu beschweren, könnten sie versuchen das System für sich zu nutzen. Lernen sie die Spielregeln und gewinnen sie das Spiel.
      Denn grade der Kapitalismus biete soviele Möglichkeiten “aufzusteigen”.

      Ich schließe mit einem Zitat von Snoop Dogg:
      “Schön ist es auf der Welt zu sein…”

      ;)

    5. Haris sagt:

      Sehr schönes Kommentar, besser hätte ich es selbst nicht machen können. :-)

      Zitat von Chris:
      “Dass Sie in den gegebenen Verhältnissen etwas sehen, das Dankbarkeit verdient, zeigt, dass Sie offenbar finden, dass der jetzige Zustand irgendwie unveränderlich oder zumindest die bestmögliche Welt ist.”

      Dankbar sein, heißt nicht alles als toll anzusehen. Optimist sein, bedeutet nicht alles als unveränderlich zu akzeptieren. ;-)

      “Der Pessimist sieht in jeder Chance eine Bedrohung.
      Der Optimist in jeder Bedrohung eine Chance.”

      Chinesisches Sprichwort

      Und zum Thema Hartz-IV-Empfänger: Ich habe zwei Nachbarn, die zufrieden sind mit dem, was sie bekommen und irgendwie über die Runden kommen (nein, sie wohnen nicht unter einer Brücke). Andererseits kenne ich zwei ehemalige Arbeitslose (vor ca. 3 Jahren ist die Firma pleite gegangen), die heute durch die Ich-AG-Förderung selbstständig sind und mehr Geld verdienen als vorher. Alle haben als Arbeiter angefangen, also ohne höheren Schulabschluss oder besondere Ausbildung.

      Ich empfehle James Allen als Lektüre (und hoffe, dass Sie bald die Seiten wechseln, wenigstens für einen Tag ;-) )

    6. Chris sagt:

      Mir kommt es gerade so vor, dass wir unter “Sozialstaat” verschiedene Sachen verstehen. Mit “Sozialstaat” meine ich nicht den Staat an sich, sondern dessen soziale Sicherungssysteme, also ist der Sozialstaat nur ein Teil des Staates. Jedenfalls verstehe ich z.B. Ihren Satz “Ich glaube nicht, dass der Sozialstaat das beste und letzte System” so, dass für Sie Sozialstaat und der Staat an sich dasselbe sind. Für mich sind es aber unterschiedliche Dinge. Ob dieses Verständnis korrekt ist, ist eine andere Frage, jedenfalls liegt es meinem letzten Kommentar zugrunde.
      Anders kann ich mir auch nicht erklären, warum Sie denken, ich sähe mich als Sklaven des Staates, was ich aus meinen Sätzen nicht erkennen kann. Natürlich gibt es Freiheit im Kapitalismus. Man kann theoretisch jeden Beruf ergreifen und jederzeit auf- oder absteigen. Trotzdem gibt es Dinge, die man sich eben nicht aussuchen kann, und darum ist diese Freiheit nur eine abstrakte.
      Aussuchen kann man sich z.B. nicht, dass man sich alle materiellen Dinge, die man haben will, verdienen muss, d.h. man muss dafür Geld bezahlen, das man nur bekommt, wenn man arbeitet, also wenn man es sich verdient hat. Wer nicht arbeiten will oder kann, den versorgen die sozialen Sicherungssysteme, also der Sozialstaat, was aber auch bedeutet, auf dem Niveau des Existenzminimums zu leben und sich alle Ansprüche, die darüber hinausgehen, abzuschminken (Lottogewinne, Erbschaften und Reichtum erwähne ich hier nicht, weil sie für den Großteil der Leute nicht drin sind). Der Sozialstaat sichert das Überleben - aber auch nichts darüber hinaus.
      Ich kann mir zudem auch nicht aussuchen, ob ich beim Kapitalismus mitmachen will oder nicht. Kapitalismus beruht auf der Trennung des Einzelnen von den Produktionsmitteln, sonst gäbe es keinen Anreiz zur Lohnarbeit (es geht beim Arbeiten in diesem System, wie Sie es ja auch nennen, primär ums Geldverdienen; Spaß und das Gefühl, etwas getan zu haben, kommen erst danach) und auch keine Unternehmen.
      Das mit dem Aussuchen gilt wohlgemerkt für den Einzelnen, wenn sich viele Leute für etwas anderes entschieden, wären sicherlich auch grundlegende Veränderungen möglich.

      Noch ein ganz anderer Punkt: Das Bemerkenswerte am Staat ist doch, dass er die Notwendigkeit der Fürsorge gegenüber dem einzelnen Individuum selbst schafft, indem er die Trennung der Individuen von den Produktionsmitteln garantiert. Das bedeutet, dass der Einzelne die Mittel zur Befriedigung seiner Bedürfnisse (dazu gehört ja auch Elementares wie z.B. Nahrung) nicht selbst erzeugen kann, sondern darauf angewiesen ist, dass die Unternehmen, oder allgemeiner das Kapital, dies tun (dass sie das tun, ist natürlich logisch, denn es ist ihre Existenzgrundlage). Diese Mittel bekommt er aber nur gegen Geld, und das bekommt er wiederum nur, wenn er das einzige verkauft, was er hat, nämlich seine Arbeitskraft. Wer seine Arbeitskraft nicht verkaufen kann oder will, und sei es nur vorübergehend, dem stellt der Staat Geld zur Verfügung, damit er sein Überleben sichern kann. Dass so ein Leben nicht sehr angenehm sein kann, sieht man daran, dass alle Lohnarbeit haben wollen. Darum bin ich dem Staat für nichts dankbar.
      Im Übrigen tut der Staat das nicht, weil er so böse ist oder von irgendjemanden (auch nicht vom Kapital) instrumentalisiert wird, sondern weil es der Zweck seines Daseins als kapitalistischer Staat ist.

    7. Chris sagt:

      Sorry, den Kommentar von Haris habe ich nicht gesehen. Aber mein Kommentar taugt auch als Antwort darauf.

    8. Sebastian sagt:

      Ich denke es kommt viel mehr auf die Perspektive an. Und es gibt immer mehr als eine Weise eine Situation zu betrachten!
      Dem Arbeitslosen hilft es vielleicht nicht weiter dankbar zu sein, aber hilft es ihm undankbar zu sein? Letzteres drückt einen per se in eine “missgelaunten” Zustand. Da entscheide ich mich lieber für Variante 1 und fühle mich wenigstens wohl.

    9. Oliver sagt:

      Also bevor wir zuweit abschweifen geh ich nochmal kurz knapp und unmissverständlich auf ihren ersten Kommentar ein.

      “Ist all das “Gejammer” also nur Anstellerei?”
      JA

      “Was erzählen Sie einem Arbeitslosen, dem gerade seine ALG-2-Bezüge gekürzt wurden, weil er zu oft ein “zumutbares” Arbeits”angebot” abgelehnt hat?”
      Es gibt viele kerngesunde Menschen die alles dafür tun weiterhin als Couch-Potato bezahlt zu werden. Denen sage ich: geht arbeiten!
      Wenn es zumutbar war, ist es eine Schande es nicht angenommen zu haben.
      Wenn es körperlich nicht zumutbar war, sollte man für sein Recht kämpfen.

      “Dass er dankbar dafür sein sollte, am Leben zu sein und in diesem “reichen” Land zu leben?”
      JA
      Es gibt Länder in denen muss man um jeden Bissen Nahrung kämpfen.
      Und Fernsehen oder Internet ist dort noch völlig unbekannt.

      Und wenn ich die Verhältnisse hier mit denen in einem anderen Land VERGLEICHE dann dient es dazu zu sehen an welchem ende der “Liste” man sich befindet. Nicht um irgendetwas damit schön zu reden.

      Ich hoffen wir können dann damit langsam das Gespräch beenden.

      MfG

    10. Haris sagt:

      @Chris: Vielen Dank für das ausführliche Kommentar. Jetzt glaube ich verstanden zu haben, worauf sich Ihre Kritik bezieht.

      So wie ich das sehe, sind Sie mit dem ganzen System unzufrieden bzw. stehen ihm kritisch gegenüber. Niemand behauptet, dass das kapitalistische System perfekt ist, aber es ist das beste, das die Menschheit bisher angewandt hat, oder?. Wenn Sie ein besseres System kennen, dann lassen Sie es uns wissen. ;-)

      Aber dadurch, dass Sie den Staat verfluchen (falls Sie es tun), erreichen Sie ja auch nichts. Falls Sie das laufende System nicht ändern wollen, indem Sie selbst Politiker werden oder auf andere Weise darauf Einfluss nehmen, dann bleiben Ihnen zwei Möglichkeiten:

      entweder den Staat kritisieren und schlecht reden und sich über ihn ärgern

      oder dankbar dafür sein, das funktioniert und gut ist.

      Somit befinden Sie sich in einer ähnlichen Lage wie beim Wetter. Sie können jeden Tag, an dem es regnet, jammern oder sich darüber freuen. Das Wetter bzw. der Staat ändert sich dadurch nicht. Damit sind Sie die einzige Person, die durch Ihre Handlungen beeinflusst wird. Von diesen beiden Varianten würde ich immer die zweite vorziehen, einfach weil es besser für mich ist, weil ich mich dadurch besser fühle (ja, ziemlich egoistisch, ich weiß :-D ).

      Ich muss nur noch eine kleine Korrektur an Ihrer Aussage machen:

      “Man kann theoretisch jeden Beruf ergreifen und jederzeit auf- oder absteigen.”

      Mein Vorschlag:

      “Man kann jeden Beruf ergreifen und jederzeit auf- oder absteigen.”

      Bis bald.

    11. Chris sagt:

      @Oliver: Ich schließe daraus, dass Sie meinen Kommentar nicht gelesen haben, da Sie nicht auf meine Argumente eingehen, und auch keine Lust mehr auf “anstrengende” Diskussionen haben. Na ja, wer nicht will, der hat schon.

      @Haris: Ich beziehe mich auf die von Ihnen genannten Möglichkeiten:
      Gerade indem ich den Staat, der im Übrigen ganz elementar zum Kapitalismus gehört, kritisiere und nicht hinnehme, nehme ich doch darauf Einfluss. Ich bin nicht für eine Änderung am laufenden kapitalistischen System, sondern für dessen Aufhebung. Ich bin kein Anarchist oder Kommunist und kann, um auf letztgenanntes einzugehen, auch nicht viel mit dem Realsozialismus anfangen. Trotzdem bin ich der Auffassung, dass der Kapitalismus der eigentliche Grund ist für Armut und Massenelend in der ganzen Welt (und das schließt sowohl die Industriestaaten als auch Afrika mit ein), für all die Zumutungen, die man andauernd serviert bekommt, für Rassismus, Kriege und was einem sonst noch so alles an unschönen Sachen einfallen mag, und darum abgeschafft gehört.
      Das funktioniert allerdings nicht, indem ich Politiker werde (das bewirkt gerade das Gegenteil), mich mit der Polizei prügele, in RAF-Manier Leute umbringe oder mich in den Bundestag wählen lasse, sondern nur, indem ich die Funktionsweise des Kapitalismus verstehe und versuche, die Leute von der Notwendigkeit der besagten Abschaffung zu überzeugen. Denn letztere ist nur als gesamtgesellschaftlicher Akt möglich, und zwar bitteschön ohne Gewalt.
      Freilich sieht es dafür momentan nicht gerade rosig aus, aber Verhältnisse, in denen Einzelne ohne Angst verschieden sein können und die Menschen Zweck und nicht Mittel der Ökonomie sind, sind eine lohnenswerte Sache. Es besteht zudem längst die Möglichkeit, Nahrung und Güter, die ein menschenwürdiges Leben ermöglichen, für alle Menschen im Überfluss herzustellen, aber das kapitalistische System und damit eine Welt konkurrierender Nationalstaaten stehen dem im Weg.

      Übrigens verstehe ich nicht, warum ich mich schlecht fühlen sollte, wenn ich den Kapitalismus kritisiere. Stress und Ärger hat man sowieso, egal welche Stellung man zur Welt bezieht. Ich bin auch nicht für dieses System verantwortlich und setze auch nicht seine Zwecke durch.

    12. Oliver sagt:

      Ich habe mir auch ihren Kommentar durchgelesen.

      Es stimmt, dass ich die Diskussion gerne beenden möchte. Denn ich sehe nicht das wir uns einigen können. Das läuft eher auf ein endloses labern hinaus…

      Tja was soll ich dazu sagen. Wenn sie dieser Einstellung sind… okay. Jedoch sollten sie sich dann nicht über eine Kürzung des ALG II beschweren, wenn sie eh nicht Teil des Systems sein wollen.

      Wie wollen sie denn jetzt vorgehen um ihre Weltanschauung zu verwirklichen? Es ist ja interessant im Internet darüber zu schreiben aber werden sie es auch umsetzen?

      Bei uns in der Gegend gibt es jemanden der: “Öff Öff” genannt wird. Er hat ebenfalls eine etwas andere Weltanschauung als der Durchschnitts- Bürger.
      Allerdings muss man ihm anrechnen, dass er seine Idee versucht in die Tat umzusetzen.

      http://www.die-schenker.net

      Ich hoffe nur das sie jemand sind der auch etwas erreichen will und nicht in der Theorie versinkt und nur seine Mitmenschen nervt.

      MfG

    13. Chris sagt:

      Wie kommen Sie darauf, dass ich ein Langzeitarbeitsloser bin, der den Kapitalismus nur kritisiert, weil sein ALG 2 gekürzt wurde? Ich persönlich bin ca. 2 Jahre jünger als Haris und bin ebenfalls Student.
      Mir geht es auch nicht um “endloses Labern”, sondern um eine Kritik der Sauereien, die in dieser Welt vor sich gehen. Missionierung ist nicht mein Anliegen.

      Zu Ihrer Frage “Wie wollen sie denn jetzt vorgehen um ihre Weltanschauung zu verwirklichen?” ein Zitat von, mir:

      “Das funktioniert allerdings nicht, indem ich Politiker werde (das bewirkt gerade das Gegenteil), mich mit der Polizei prügele, in RAF-Manier Leute umbringe oder mich in den Bundestag wählen lasse, sondern nur, indem ich die Funktionsweise des Kapitalismus verstehe und versuche, die Leute von der Notwendigkeit der besagten Abschaffung zu überzeugen. Denn letztere ist nur als gesamtgesellschaftlicher Akt möglich, und zwar bitteschön ohne Gewalt.”

      Dass ich hier schreibe, gehört auch dazu. Ohne Theorie bzw. ein korrektes Verständnis des Gegenstandes meiner Kritik klappt auch die Einforderung praktischer Konsequenzen nicht. Ich kann z.B. auch wenig gegen z.B. Faschisten unternehmen, wenn ich nicht weiß, wer sie sind und was sie wollen (und diese sind übrigens keine Monster, die ihre Meinung nicht ändern können).

      Der Weg dieser Schenker ist übrigens der falsche, weil der individuelle Versuch, aus dem Kapitalismus auszusteigen, nicht funktioniert und höchstens in die Verelendung führt (so ich denn die Strategie der Schenker richtig verstanden habe, denn ich habe bis eben noch nie etwas davon gehört) .

    14. Oliver sagt:

      Die Schenker haben bis jetzt ja auch nur ein Mitglied. :)

      “gesamtgesellschaftlicher Akt”
      Dann auf auf und überzeugen sie Mitbürger.
      Vielleicht könnten sie eine Website erstellen um mehr Menschen zu erreichen?
      Oder schreiben sie ein Buch in dem sie das System bis ins kleinste Detail erläutern.

      Ansonsten können sie warten bis sie alt und grau sind bevor sich eine Gruppierung bildet, die ähnliche Ansichten vertritt.

    15. Haris sagt:

      “indem ich die Funktionsweise des Kapitalismus verstehe und versuche, die Leute von der Notwendigkeit der besagten Abschaffung zu überzeugen.”

      “Dass ich hier schreibe, gehört auch dazu.”

      Ich bitte meinen Blog nicht zur Verbreitung antikapitalistischer Theorien oder Bewegungen zu benutzen :-)

    16. Chris sagt:

      @Haris: Ich schätze, die 5 (und mit diesem 6) Kommentare wird Ihr geliebter Blog überleben. Wenn Sie das nicht ertragen können, dann löschen Sie sie eben.

      @Oliver: Ein Buch zu schreiben brauche ich nicht, das haben schon andere getan. Beispielsweise Marx, dessen Theorien natürlich bei weitem nicht alle stimmen, oder Adam Smith, der eine ganz andere Position vertritt. Und natürlich muss dann zusätzlich noch eine eigene Denkleistung her. Wobei ich keineswegs in Anspruch nehme, bereits alles zu wissen oder weise zu sein. Zumindest kamen von Ihnen keine überzeugenden Gegenargumente.
      Davon abgesehen gibt es sehr wohl mindestens eine Gruppierung, die ähnliche Ansichten wie ich vertritt, nämlich diese. Ich bin dort nicht Mitglied und kenne auch keines ihrer Mitglieder. Auf der Site steht auch mancherorts Müll, aber im Grunde sind die meisten Texte dort sehr gut. Z.B. dieser. Aber vermutlich interessiert das einen guten Staatsbürger wie Sie sowieso nicht. Als solcher erzählen Sie ja offenbar lieber bösen arbeitsfaulen Sozialschmarotzern, dass sie gefälligst arbeiten gehen sollen, und sei diese Arbeit auch Spargelstechen. Denn es ist ja “Ihr” Geld, wovon Arbeitslose “leben” (tolles Leben!), auch wenn es sich eigentlich Vater Staat unter den Nagel gerissen hat und er damit macht, was ihm gefällt.

      An beide:
      Ihre Smiley-Verwendung, besonders in den Kommentaren 14 + 15, widert mich übrigens an, weil sie verlogen ist. Freundliche Smileys neben spöttischen Sätzen. Verarschen kann ich mich alleine. Na ja, wenn man sonst keine Argumente hat…

      Ansonsten wünsche ich noch viel Spaß beim grenzenlosen Wachstum.

    17. Haris sagt:

      Lieber Chris,

      die Links wurden entfernt, ich habe so meine Probleme mit Linken und Kommunisten. Bitte nicht persönlich nehmen.

      Auf diesem Blog geht es nicht um politische Theorien oder sozialistische Hirngespinste, sondern um Motivation und Persönlichkeitsentwicklung.

      Ich bitte Sie die Diskussion zu beenden. Alle nachfolgenden Kommentare von Ihnen werden gelöscht. Dennoch danke ich Ihnen für die hervorragende Unterhaltung.

      Alles Gute!

      PS: Versuchen Sie es doch selbst einmal mit einigen Smileys. Es tut nicht weh und dass Sie bisher keines benutzt haben, zeigt schon wie düster Ihre Einstellung zum Leben ist.

      ;-) :-) :-D ;-) :-) :-D ;-) :-) :-) :-D :-D

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