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Arbeiten in der Stille

24. September 2008

Die meisten Menschen haben ein Problem mit völliger Stille in ihrem Leben. Wir verbinden irgendetwas Unangenehmes damit - Stille erinnert uns vielleicht auch an den Tod. Jedenfalls fällt es uns oft schwer uns für einige Stunden zu konzentrieren und in völliger Stille zu arbeiten.

Ich meine damit keine Musik beim Lesen, keine Youtube beim Surfen und kein Fernsehen, wenn man alleine ist. Es ist für viele ungewohnt. In unserer Welt werden wir von allen Seiten mit Unterhaltung und Werbung bombardiert und es fällt uns schwer für einige Stunden oder einen ganzen Tag lang keine Medien zu benutzen oder nicht mit jemandem zu telefonieren.

Besonders bei Menschen, die jünger als 30 Jahre sind, ist es selten, dass sie geduldig genug sind, um in Ruhe zu arbeiten. Am schwersten ist es vermutlich für Leute, die alleine leben, wie Rentner oder Studenten. Man fühlt sich unwohl, wenn man nach Hause kommt und auf einmal nichts hört. Ich denke, es hängt auch damit zusammen, dass niemand gern alleine ist. Durch die heutige Technologie sind wir in der Lage die Stille zu überwinden und eine Gemeinschaft oder Kommunikation mit anderen zu simulieren.

Vor allem durch Fernseher, Radio und Internet vermeiden es viele sich alleine zu fühlen, aber auch nachdenken zu müssen. Die meisten Leute fangen an über irgendetwas zu grübeln und vertiefen sich in Gedanken, wenn sie alleine und ungestört sind. Das Erstaunliche daran ist aber, dass die Wenigsten das wollen. Die Menschen wollen unterhalten werden und nicht denken müssen.

Doch das Arbeiten in völliger Stille ist einer der besten Wege, um Ihre Produktivität zu steigern.

Das Arbeiten in absoluter Stille ist meiner Meinung nach eine der besten Gewohnheiten um viele Aufgaben zu erledigen und einen hohen Grad an Konzentration über lange Zeit aufrecht zu erhalten. Wir arbeiten viel effizienter, wenn unsere Gedanken nicht ständig gestört werden. Aber nur wenige sind es gewohnt in Stille zu arbeiten. Selbst wenn sie selbstständig sind oder von zuhause arbeiten, vermeiden sie Stille wo immer es nur möglich ist.

Ich denke, das ist ein Fehler. Durch ausreichend Stille im Leben wird man ein ruhigerer Mensch und achtet mehr auf seine Umgebung. Außerdem beschäftigt man sich mehr mit sich selbst - man hinterfragt seine Handlungen und Gedanken, plant neue Vorhaben und erfährt über seine Persönlichkeit.

Ein guter Weg um Stille zu lernen, ist Meditation. Nur 10-15 Minuten täglich wirken sehr beruhigend. Aber es fällt den meisten Leuten sehr schwer 10-15 Minuten still zu sitzen. Auch die Arbeit ohne störende Hintergrundgeräusche ist eine Art Meditation. Meine Erfahrung ist, dass man in Stille mindestens 30% mehr schafft als beispielsweise mit Musik (es ist nicht so wichtig, ob es Klassik ist oder Rock). Manche Menschen behaupten, dass sie mit Musik viel besser arbeiten. Ich weiß nicht, ob das stimmt oder nur eine Ausrede ist nicht damit aufhören zu müssen.

Meine Erfahrung ist jedenfalls, dass man viel produktiver ist, wenn man jede unnötige Ablenkung entfernt. Das ist zwar etwas langweiliger, denn jedem macht es Spaß Musik zu hören, während er arbeitet, aber wenn man seine Arbeit ernst nimmt, sollte man darauf verzichten. Ich habe bei manchen Kindern die Angewohnheit beobachtet den Fernseher beim Hausaufgabenschreiben anzulassen. Sie tun das nicht wegen dem Programm, sondern weil sie die Einsamkeit als unangenehm empfinden. Allerdings führt diese schlechte Angewohnheit oft dazu, dass sie nur schleppend vorankommen. Das ist auch bei vielen Erwachsenen der Fall.

In unserer Zeit ist die Unfähigkeit in absoluter Stille konzentriert zu arbeiten einer der Gründe warum Menschen nicht die Dinge erreichen, die sie sich vorgenommen haben oder warum sie nur langsam vorankommen. Aber es ist mehr als ein Zeitmanagementtipp. Es hilft ein ausgeglicheneres Leben zu führen.

Leben Sie Ihr Leben!

Viel Erfolg!

 

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  • 2 Kommentare zu “Arbeiten in der Stille”

    1. Gerhard Zirkel sagt:

      Stille ich für mich etwas ganz Wesentliches. Ich habe es nie verstanden wieso manche Menschen immer den Fernseher nebenbei laufen haben oder immer Musik hören müssen. Klar gibt es auch bei mir Situationen in denen ich gerne nebenbei Musik höre. Im Auto ist das eigentlich immer der Fall, aber da ist es ohnehin nicht still.

      Aber Zuhause bin ich froh wenn ich mal ein paar Stunden nichts hören muss ausser den unvermeidlichen Geräuschen von der Straße.

      Gerhard Zirkel
      knapp über 30

    2. Tobias sagt:

      Habe das arbeiten in der Stille, jetzt auch mal Ausprobiert. Es Funktioniert also beim Lesen, wirkt es ware wunder. Obwohl es ungewohnt ist ohne Musik zu lesen, aber ich schaffe mehr Seiten in der gleichen Zeit als mit Musik.

      Tobias
      20 Jahre

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