Wie man Computersucht uberwindet oder einfach weniger Zeit vor dem #$%“%-Ding verbringt

Wie man vom PC Urlaub nimmt

In diesem Artikel geht es darum wie man vom PC Urlaub nimmt bzw. die Zeit vor dem Bildschirm reduziert. Das kann zuviel im Internet surfen sein, aber auch das Videospielen kann zur Sucht führen. Ich bin kein Anhänger der Theorie, dass man Pillen nehmen und zum Arzt gehen muss, sobald man ein Problem wie dieses im Leben hat.

Mir ist klar, dass mir die meisten Ärzte und Psychologen nicht zustimmen werden, aber ich habe da eine ganz einfach Theorie: Wenn man übergewichtig ist, muss man weniger essen und mehr Sport treiben. Falls man zu faul ist, muss man mehr arbeiten. Falls man zuviel vor dem PC oder Fernseher sitzt, muss man davon wegkommen, indem man ihn ausschaltet und eine Auszeit nimmt.

Man muss nicht gleich eine Therapie machen, weil man zuviel Zeit am Computer verbringt. Am besten ist es, wenn man dieses Problem selbst löst und diese schlechte Gewohnheit durch eigene Angstrengung überwindet. Natürlich möchte ich niemanden davon abhalten professionelle Hilfe einzuholen und Ärzte und Psychologen um Rat zu fragen, aber oft ist es – wie in viele anderen Fällen auch (Rauchen, Übergewicht, mangelndes Selbstbewusstsein, usw.) – eine Frage der Selbstdisziplin und keine Krankheit.

Wann ist man Computersüchtig?

Besonders gefährlich ist die Computersucht jedoch bei Kindern, denn der PC oder die Spielekonsole stellt für sie oft eine Art Wundergerät dar und bietet die Möglichkeit um der Realität zu entkommen und ein Held zu sein. Es ist schwer zu sagen, ab wann ein Mensch computersüchtig ist. Meine eigene Definition ist: “Wenn du ein schlechtes Gefühl beim Herunterfahren hast, den Computer wegen Kleinigkeiten einschaltest und an ihn denkst, auch wenn du nicht davor sitzt, bist du es höchstwahrscheinlich.”

Wenn man das Gefühl hat, dass etwas im Leben fehlt, wenn der PC nicht eingeschaltet ist, so wie ein Raucher die Zigarette vermisst, ist man vermutlich computersüchtig.

Hier sind einige lustige, aber auch wahre Sprüche, die auf eine zu starke Zuneigung zum Bildschirm hinweisen:

Du bist computersüchtig, wenn du nur noch ein Viertelstündchen online bleiben willst und das jede Stunde von neuem versprichst.

Du bist computersüchtig, wenn du deine Emails überprüfst, keine neuen Mails im Postfach sind und du es nochmal probierst.

Du bist computersüchtig, wenn du um vier Uhr in der Nacht aus der Disco kommst und vor dem Schlafengehen mal kurz den Computer hochfährst “um deine Mails zu checken”

Du bist computersüchtig, wenn du angestrengt überlegst, was du noch alles im Internet suchen könntest.

Du bist computersüchtig, wenn du stolz darauf bist, dass niemand schneller doppeltklickt als du.

Du bist computersüchtig, wenn du auf wetter.de schaust wie das Wetter ist, anstatt auf den Balkon zu gehen oder das Fenster zu öffnen.

Sobald man merkt, dass man die Kontrolle verliert und zwar vom Computer oder Videospielen wegkommen möchte, aber es nicht schafft, wird es Zeit um etwas zu tun. Zuviel Zeit vor dem PC zu verbringen und dadurch seine Freunde, seinen Körper oder die Hausaufgaben/das Studium zu vernachlässigen, ist eine schlechte Angewohnheit. Man muss also vor allem an seiner Selbstdisziplin arbeiten.

Ein weiteres Anzeichen ist ein unwohles Gefühl, wenn man keinen Zugang zum Internet bzw. Computer hat und deshalb darauf achtet, dass der PC möglichst lange eingeschaltet ist, nur für den Fall, dass man ihn braucht. Einige weitere Symptome sind:

Man nimmt sich vor nicht lange online zu sein, aber verfällt immer wieder dem PC.

Freunde und Familienmitglieder sagen, dass man zuviel Zeit vor dem Computer verbringt.

Man vernachlässigt seine Pflichten wegen dem PC (Hausaufgaben, Körperpflege, Termine, usw.)

Man isoliert sich zunehmend und zieht sich von sozialen Aktivitäten zurück um mehr Zeit vor dem Computer verbringen zu können.

Man ist nicht in der Lage den PC oder die Spielekonsole aus freiem Willen für einige Tage nicht zu benutzen.

Wenn man darüber lachen kann, wenn das Internet für einige Wochen ausfällt, und man stattdessen einfach etwas anderes macht, ist man nicht computersüchtig. Auch wenn man viel Zeit damit verbringt, deutet das nicht auf eine Sucht hin, sondern erst wenn man nicht mehr aufhören kann, obwohl man es will. Wenn man sich in der Lage befindet, in der ein Raucher ist, der aufhören will, oder ein Übergewichtiger, der nicht aufhören kann zu essen, dann ist man süchtig.

Bei Kindern und Jugendlichen ist die Sache schwierig. Die Eltern haben keine ähnlichen Erfahrungen mit Videospielen, Onlinegames und dem Computer gemacht und können die Lage nicht wirklich verstehen. Es ist jedoch wichtig dafür zu sorgen, dass die Kinder nicht zu lange Zugriff darauf haben (z.B. durch ein Passwort) oder den PC einfach nicht ins Kinderzimmer zu stellen.

Das alte System als die Eltern den Kindern nur ein- bis zweimal in der Woche das Fernsehschauen erlaubt haben, ist auch beim Computer eine gute Lösung und könnte besonders bis zum Alter von 14 Jahren angewandt werden. Doch das Problem ist, dass auch viele Eltern zuviel Zeit vor dem Fernseher oder dem PC verbringen und dass die Kinder auch bei Freunden und in Internet-Cafes an den PC können.

Es ist deshalb nicht einfach es zu verbieten und dafür zu sorgen, dass die Kinder weniger surfen und spielen. Es wäre falsch ganz darauf zu verzichten, aber man sollte aufmerksam sein, denn auch wenn es 14- und 16-jährige es oft behaupten, wissen sie manchmal nicht was sie tun und können nicht selbst vom Spielen wegkommen. Anstatt selbst “Bauer sucht Frau” zu schauen oder in Internetforen nach Antworten zu suchen, sollten die Eltern etwas mit ihren Kindern unternehmen.

Niemand will wirklich 8 Stunden am Tag am Computer spielen oder fernsehen. Es ist eine Art um der Realität zu entfliehen, weil man mit seinem Leben nicht zufrieden ist, aus welchen Gründen auch immer (mangelndes Selbstbewusstsein, Mißerfolg, keine Freunde, usw). Deshalb kann man auch nicht einfach eine Therapie machen und in zwei Wochen geheilt sein.

Man muss sich als ganze Persönlichkeit verändern und sein Leben anders gestalten. Es ist notwendig langfristig an sich zu arbeiten und zu wachsen. Genauso wie man durch ein Ebook oder eine Wunderpille nicht vom Kettenraucher zum Nichtraucher wird, kann man auch hier keine schnellen Veränderungen durch äußere Einflüsse erwarten. Man muss sich von innen ändern.

In diesem Artikel geht es deshalb darum, was man selbst unternehmen könnte um weniger Zeit vor dem PC zu verbringen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man ihn beruflich braucht oder nur gerne Online-Spiele spielt. Wenn man andere Menschen davon überzeugen will, dass sie ihr Verhalten ändern sollten, muss man anders vorgehen. Am besten wäre es mit einem ernsten Gespräch anzufangen und falls das nicht hilft muss man positive (Belohnungen, gemeinsame Aktivitäten, usw.) als auch negative (Konsequenzen, Strafen, usw.) Motivatoren nutzen um den anderen vom Bildschirm wegzulocken.

Hier sind einige Wege, die ich vorschlagen würde um weniger Zeit vor dem Computer oder Fernseher zu verbringen:

Wie man Computersucht überwindet

1. Sprachsoftware. Software wie Dragon Naturally Speaking ist ein guter Weg um vom Bildschirm wegzukommen, falls man viel tippen muss, zum Beispiel als Blogger. Die Software ist leider noch nicht ausgereift und man muss den Text oft hinterher verbessern, aber der Vorteil ist, dass man nur reden muss und nicht vor dem Bildschirm sitzen muss. Eine andere Alternative ist eine Audiodatei aufzunehmen und einen Tippservice zu nutzen.

2. Limits setzen. Vermeiden Sie es den PC längere Zeit eingeschaltet zu lassen, sondern setzen Sie eine feste Zeit, zu der Sie am Computer arbeiten. Beispielsweise drei Stunden vormittags und drei Stunden nachmittags oder nur mittwochs und samstags. Man kann zum Beispiel das Programm Easy-Shutdown verwenden, das den Computer automatisch nach einem bestimmten Zeitraum herunterfährt. Das steigert die Produktivität und zwingt einen schnell an den wesentlichen Aufgaben zu arbeiten. Es spielt keine Rolle was für ein Problem es gibt oder wieviel Arbeit wartet, nach vier oder sechs Stunden ist Schluss.

3. Jede Onlineaktivität mit einer in der wirklichen Welt ersetzen oder sie nebenbei betreiben. Dadurch erkennt man, dass das wirkliche Leben immer aufregender und besser ist als die fiktive Welt am Computer. Ein Beispiel wäre anstatt online Schach oder kostenlose Rollenspiele zu spielen einem Schach- oder Sportverein beizutreten, oder anstatt Counter Strike zu spielen ins Fitnessstudio zu gehen (sicher, ein schlechter Vergleich). Es ist wichtig Dinge mit anderen Menschen zu unternehmen. Chatten ist nicht das Gleiche wie ein persönliches Gespräch und Onlinespiele sind kein Ersatz für Kontakt zu anderen Menschen.

4. Man sollte anfangen den PC als ein ganz normales Gerät wie einen Mixer anzusehen und nicht als den Freund, der immer da ist. Es hilft jedenfalls, wenn man Computer nicht zu sehr mag.

5. PC rauswerfen. Das ist verwandt mit der Möglichkeit im vorherigen Video bei Punkt 4, aber man kann ihn auch verkaufen oder verschenken. Es wird viele Menschen überraschen, aber man kann auch sehr gut ohne einen eigenen Computer leben. Indem man die öffentlich zugänglichen Computer nutzt oder Internetcafes besucht, kann man sichergehen, dass man nicht in der Nacht stundenlang zockt, denn diese Ort sind nachts geschlossen. Das ist eine radikale Methode, aber wo kein PC ist, da kann auch keine PC-Sucht sein.

Wenn Sie wissen, dass der Fernseher oder der Computer ein großes Hindernis für Sie bei der Erreichung Ihrer Ziele ist, befreien Sie sich davon.

6. Seine Schüchternheit überwinden und auf andere Menschen zugehen. Für viele Betroffene ist der Computer oder die Videokonsole der Ersatz für soziale Kontakte. Aus diesem Grund macht es Sinn sein Selbstbewusstsein zu stärken und viele neue Menschen kennenzulernen. Es gibt wenige Menschen, die auf Anrufe von Freunden nicht antworten und stattdessen lieber online spielen. Das Problem ist jedoch, dass die meisten Computersüchtigen keine oder wenige Freunde haben und in gesellschaftlicher Isolation leben. Ich kenne niemanden, der am Freitagabend lieber im Internet chattet als mit Freunden auf eine Party zu gehen.

7. Mehr Zeit mich sich selbst verbringen, allerdings ohne einen PC, Fernseher oder Ähnliches. Man sollte in Ruhe über sein Leben nachdenken, was man erreichen will und wie man leben will. Oft hilft ein Blick in die Zukunft, indem man sich sein Leben in 5 oder 10 Jahren vorstellt, falls man nichts verändert. Man muss persönlich wachsen und neue Glaubenssätze annehmen, falls man jahrelang vor dem PC gesessen hat und wichtige Teile seines Lebens vernachlässigt hat. In diesem Fall ist eine lange Auszeit am besten, möglicherweise ein Urlaub.

8. Freunde suchen, die Computer nicht mögen oder wenig benutzen. Es ist oft schwierig eine neue Gewohnheit anzunehmen und aus seiner Umgebung auszubrechen, wenn alle Freunde das gleiche Hobby haben. In diesem Fall muss man auf andere Menschen zugehen, die sich mit anderen Dinge beschäftigen. In einem Sportverein wird man wenige Computersüchtige finden. Das ist eine Möglichkeit um anzufangen.

9. Deinstallieren. Der einfachste Weg um von PC-Spielen loszukommen, ist sie vom PC zu entfernen, die CDs zu zerkratzen oder wegzuwerfen und alles vom PC entfernen, wofür man besonders anfällig ist. Wenn man seinen PC und seine Wohnung von Dingen befreit, bei denen man schwach wird, ist ein Zurück oft nicht möglich. Dasselbe tun Raucher wenn sie ihre Zigaretten wegwerfen und Kleinkinder, wenn sie ihre Schnuller aus der Hand geben.

10. Etwas Sinnvolles tun. Wenn man sein Leben mit Spielen verbringt und nur nach neuen Arten sucht um sich zu vergnügen, kann man langfristig nicht sehr glücklich werden. Jeder will etwas tun, das anderen hilft, ein Ergebnis liefert und sinnvoll ist. Falls man viele Dinge in seinem Leben tut, für die man sich leidenschaftlich interessiert und durch die man etwas erschafft, ist man zufriedener als ein Mensch, der seine Zeit totschlagen und sich nur vergnügen möchte.

11. Falls man den Computer als einen Weg benutzt um sich vom Arbeiten an wirklich wichtigen Dingen abzuhalten, sollten man an seinem Zeitmanagement arbeiten und seine Arbeitsmethoden ändern. Dieser Artikel hilft dabei die Aufschieberitis in den Griff zu bekommen und das zu tun, was man eigentlich tun sollte: Wie man seine Aufschieberitis überwindet.

12. Bewegung in der Natur. Wenn man sich an der frischen Luft aufhält und sich draußen beschäftigt, kann man seinen PC nicht mitnehmen und lebt außerdem viel gesünder. Manchmal wird man vom Computer regelrecht hypnotisiert und konzentriert sich so auf das Spielen, Surfen oder Arbeiten, dass man die Zeit vergisst. Es ist deshalb sehr hilfreich regelmäßig nach draußen zu gehen, Sport zu treiben und Wanderungen oder Spaziergänge im nächsten Wald zu machen.

13. Drucken. Weniger am Computerbildschirm lesen und sich stattdessen das Meiste ausdrucken, auch wenn es nicht so wichtig ist und man es möglicherweise kurz darauf wegwirft. Indem man die Druckerpatronen nachfüllt, kann man sehr günstig drucken und kommt auf diese Weise vom PC weg. Man ist dann weniger Ablenkungen ausgesetzt und es ist ein guter Weg um die PC-Zeit zu verringern. Außerdem kann man öfter auf Papier schreiben und den Text nur noch am PC abtippen. Dauert zwar etwas länger, aber es ist viel effektiver, weil man sich besser konzentrieren kann.

14. Medienzeit beschränken. Zuviel Zeit vor dem PC, im Internet oder an der XBOX ist eine schlechte Angewohnheit. Man kann sie durch eine gute Gewohnheit ersetzen, ohne ganz darauf verzichten zu müssen. Falls man merkt, dass man zuviel Zeit vor dem PC verbringt, kann man sich angewöhnen jeden Tag maximal 6 Stunden vor dem PC, dem Fernseher und mit einem iPod zu verbringen. Am Anfang ist es schwer sich daran zu halten, aber man muss standhaft bleiben.

Bei diesem Vorgehen sollte man keine Zeit auf einen anderen Tag übertragen. Wenn man beispielsweise am Sonntag nicht zuhause war und deshalb nicht ins Internet konnte, darft man am Montag nicht 12 Stunden darin verbringen um das Versäumte nachzuholen.

Es ist entscheidend, dass man sich an das vorher gesetzte Limit hält und an keinem Tag mehr Zeit für das Computerspielen oder Chatten verwendet. Falls man 30 Tage durchhalten kann, hat man bereits eine neue positive Gewohnheit geschaffen, die man vermutlich beibehalten wird. Diese Methode ist auch sehr gut, falls man am Computer arbeiten muss, aber zuviel Zeit mit sinnlosen Dingen verbringt. Man lernt dadurch sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

15. Hilfe. Wenn man das Gefühl hat mit diesem Problem nicht zurechtzukommen, sollte man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Ein Gespräch mit einem Psychologen oder der Beitritt zu einer Selbsthilfegruppe kann sehr hilfreich sein. Am besten ist es, wenn man sich Rat von anderen Menschen holt, die Ihre Computersucht überwunden haben und sich mit Leuten anfreundet, die den Computer nicht verwenden oder gar nicht wissen was WoW ist.

Es kann auch helfen sich mit anderen Menschen zu treffen, die ähnliche Probleme haben. Auf diese Weise hat man die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen und Erfahrungen zu sammeln. Wichtig ist, dass man sich wirklich trifft und nicht in einem Onlineforum, im Chat oder bei einer LAN-Party. Man sollte allerdings bei Treffen mit anderen Abhängigen immer darauf achten, dass am Ende nicht eine Runde gezockt oder gesurft wird um zu feiern oder zu entspannen. Wer keine Bekanntschaften mit Leuten schließt, die wenig Zeit vor dem Computer verbringen, wird es schwer haben.

16. Persönlichkeitsentwicklung. Der ultimative Weg um seine Computer-, Spiele- oder Internetsucht zu besiegen, besteht darin sein Leben interessanter und besser zu machen. Der Weg in die virtuelle Welt ist oft auch eine Flucht aus der Realität. Man sollte deshalb dafür sorgen, dass die Realität besser ist als die Simulation. Man muss persönlich wachsen und sich weiterentwickeln. Also genau das tun, worum es auf diesem Blog geht.

Wo man an sich arbeiten muss, um ein besseres Leben zu führen und ein besserer Mensch zu sein, ist unterschiedlich. Bei manchen ist das Selbstbewusstsein zu gering, andere sind nicht in der Lage mit anderen zu kommunizieren oder hatten eine schlimme Kindheit und kommen nicht darüber hinweg. Man kann sich nicht nur um einen Teil seines Lebens kümmern und erwarten erfolgreich zu sein.

Webtipps:

Comments are closed.