Kaffee - Ja oder Nein?
Erstellt von Haris am Montag 30. Juni 2008 Schrift VERGRÖSSERN
->
Heute ist etwas Seltsames passiert. Meine kleine Schwester hat gesagt, dass sie einen Kaffee braucht, um wach zu werden und mehr Energie für die Hausaufgaben zu haben. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Ist es nicht seltsam, dass schon Kinder glauben, Kaffee würde Ihnen mehr Energie verschaffen?
Es ist verständlich, dass sie es denken, wenn sie jeden Tag sehen wie abhängig die Erwachsenen vom Kaffee sind. Das zeigt sich schon morgens, wenn man unbedingt einen starken Kaffee braucht, um ansprechbar zu sein. Dann kommt der Mittagskaffee, manchmal noch der Kaffee gegen das Nachmittagstief und falls man in die Nacht hineinarbeiten will, braucht man selbstverständlich viel Kaffee.
In Deutschland trinkt im Durchschnitt jeder 4 Tassen Kaffee am Tag, was 160 Litern im Jahr entspricht und Kaffee zum beliebtesten Getränk macht. Es gibt zwar einige Mediziner, die glauben Kaffee sei gesundheitsschädlich und ihm eine konzentrationssteigernde Wirkung absprechen, aber davon verstehe ich nicht viel. Alles, was ich dazu weiß, ist, dass noch niemand seinen Erfolg auf die belebende Wirkung des Koffeins zurückgeführt hat.
Früher war ich auch ein normaler Kaffeetrinker, d.h. mindestens 2 Tassen am Tag, aber seit mehreren Jahren trinke ich Kaffee nur noch ab und zu, vielleicht einmal in der Woche. Das Komische ist, dass ich nicht weniger, sondern mehr Energie haben. Mein Schlafrhythmus ist viel besser, weil der Körper nicht durch das Koffein in die Irre geführt wird. Wenn ich müde bin, dann schlafe ich, oder finde andere Wege meine Energie zu steigern. Ohne Koffein scheint mein Körper irgendwie besser mit Müdigkeit zurechtzukommen und ist in der Lage ein konstantes Energieniveau zu halten, ohne große Hochs und Tiefs.
Ein Ersatz für Kaffee sind oft sogenannte Energydrinks, die noch mehr Koffein enthalten und den schnellen Energieschub bringen sollen. Davon habe ich früher wahrscheinlich noch mehr getrunken als Kaffee. Sicher, nach dem Trinken fühlt man die Energie förmlich, aber nach einigen Stunden fällt man dafür in ein größeres Leistungstief oder ist einfach nur müde. Es gibt für den Körper einfach Grenzen und wenn man versucht sie künstlich zu verschieben, erhält man die entsprechende Rechnung.
Mit diesem Artikel werde ich mir vermutlich nicht viele Freunde machen, aber ich denke, dass es einmal gesagt werden muss: Kaffee (bzw. Koffein) ist ein GENUSSMITTEL! Für viele Menschen ist es jedoch ein Grundnahrungsmittel. Falls jemand ohne eine Sache nicht leben kann, die zum Überleben nicht notwendig ist, wie beispielsweise Wasser, ist es dann als Sucht zu bezeichnen? Es gibt sicherlich viele Menschen, die sich ohne Koffein hilflos fühlen und es unbedingt brauchen, um in Fahrt zu kommen.
Ich halte es mit dem Kaffeetrinken inzwischen wie andere mit dem Pfeiferauchen. Einige Male im Monat und nicht mehr - es ist bei mir ein Genußmittel, wie Schokolade oder Eiscreme, und kein fester Bestandteil meines Tages. Ich glaube, dass zuviel Kaffee die eigenen Regulierungsmechanismen des Körpers durcheinanderbringt und die Menschen glauben lässt, er könnte ihnen irgendwie Kraft und Energie verleihen. Damit meine ich nicht, dass Kaffee schlecht ist, sondern dass einige Leute etwas weniger trinken können und nicht von der täglichen Koffeindosis abhängig sein sollten.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich mehr Energie habe seit ich keinen Kaffee (und keine Energydrinks und Ähnliches) trinke und leichter morgens aus dem Bett komme. Mein Schlafzyklus ist regelmäßiger und ich fühle mich erholter. Diese Energie und Konzentrationssteigerung, die man dem Koffein zuspricht, ist meiner Meinung auch zu einem großen Teil auf den Glauben daran zurückzuführen. Den gleichen Effekt kann man durch eine postive Einstellung und eigene Motivation erreichen.
Es würde sicherlich oft auch ohne Kaffee gehen, aber die meisten Menschen halten an den jahrelangen Gewohnheiten fest und greifen zu schnell zum Kaffee bzw. anderen koffeinhaltigen Aufputschmitteln. Ein Spaziergang am Morgen oder einige gymnastische Übungen haben hier oft bessere Auswirkungen auf die Motivation und das Wohlbefinden. Jedenfalls wollte ich ein Beispiel geben für alle, die glauben, dass es ohne Kaffee nicht geht, und ich bleibe auch weiterhin ein zufriedener Gelegenheitskaffeetrinker.
Es gibt jedoch nicht viele Leute in meinem Bekanntenkreis, die über ähnliche Erlebnisse berichten können, da alle (außer den Kindern) überzeugte Kaffeetrinker sind. Mich interessiert, welche Erfahrungen andere mit Kaffee gemacht haben und ob es außer mir noch Leute gibt, die darauf verzichten. Trinkt ihr regelmäßig Kaffee? Habt ihr es auch einmal ohne probiert? Geht ihr ohne Kaffee nicht aus dem Haus? Oder glaubt ihr, dass ich dieses Mal zu weit gegangen bin?
Leben Sie Ihr Leben!
Viel Erfolg!
Kennen Sie schon den kostenlosen 1000tipps-Motivations-Newsletter? Jetzt mit Buecher-Gewinnspiel fuer die naechsten 300 Anmeldungen! Wissen diese Menschen mehr als SIE???


Montag 30. Juni 2008 um 10:24
Montag 30. Juni 2008 um 10:45
Ich arbeite zu unregelmässigen Zeiten. Mal von 04:00 bis 12:00 Uhr, mal von 17:00 bis 01:00 Uhr, mal dazwischen. Während ich mit den Mittel- und Spätschichten keine Probleme habe, bin ich in den Frühschichten oftmals müde. (Trotz genau gleich viel Schlaf davor.)
Da braucht es dann oft ein wenig Koffein.
Montag 30. Juni 2008 um 11:58
also Fazit: a gscheide ernährung, 2mal im Jahr entschlacken, regelmäßige Bewegung, ab und zu mal an schwarzen Kaffee ohne Zucker und Milch (kann auch täglich einer sein)…..das is gut einfach umsetzbar und tut unserem Wohlbefinden gut!
das wichtigste ist doch, das wir uns wohlfühlen und nicht übertreiben…alles gute und viel erfolg!
Montag 30. Juni 2008 um 12:21
Montag 30. Juni 2008 um 17:11
Lieber seltener, dafür mehr genießen. Und ich fühle mich dann einfach besser. Aber ich glaube dass ist von Mensch zu Mensch verschieden, manche können einfach mehr trinken ohne negative Effekte.
Dienstag 1. Juli 2008 um 23:00
Manche Menschen vertragen wirklich viel Kaffee und andere nur wenig. Manche mögen keine Energydrinks, andere bevorzugen Tee. Vielleicht sind ja die Auswirkungen des Koffeins von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Ich habe jedenfalls auch festgestellt, dass Kaffee auf mich eher beruhigend als konzentrationsfördernd oder energieliefernd wirkt. So ähnlich wie das Sonnen…
Schwarzen Tee habe ich auch ausprobiert. Hat mich zwar kurzzeitig in Schwung gebracht, aber der Geschmack…
Mittwoch 2. Juli 2008 um 10:17
Tja der liebe Kaffee - ich bin mittlerweile immun dagegen: egal ob früh am Morgen oder spät in der Nacht: keinerlei energiesteigernde Wirkung - eher sogar “einschläfernd”
Trotzdem trinke ich Kaffee einfach gerne - wegen dem Genuss und v.a. als “Ritual” mit meiner Frau und lieben Menschen und als bewusster kurzer Rückzug aus dem Alltag …
Liebe Grüße
Wolfgang
Mittwoch 2. Juli 2008 um 14:02
Der Kaffee als Alibi für eine Pause und für ein gemeinsames Gespräch. Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Das ist sicherlich ein wichtiger Punkt dafür.
Freitag 4. Juli 2008 um 12:54
Ich trinke Kaffee nur gelegentlich nach einem opulenten Mahl als Krönung und zur Verdauungshilfe oder aus medizinischen Gründen. Als Ersatz habe ich etwa 20 Sorten Kräuter- und Schwarztee, letzterer ich aber nur morgens zum Aufwachen oder bei Besuch zu mir nehme, resp. kredenze. In letzter Zeit jedoch scheint Tee nicht mehr “in” zu sein. Ich wurde schon mehrmals mit der Antwort “Ich bin doch nicht krank!” konfrontiert.
Wo ist bloss die gute alte Zeit geblieben, als man Damen noch mit einem schönen Teeservice und aufmerksamer Zubereitung eine echte Freude bereiten konnte? :-))
Liebe Grüsse
Carolus Magnus
http://www.sackstark.info