Es ist niemals zu spät um anzufangen!
8. September 2008Es wundert mich immer wieder wieviel Leute in ihrem Leben nichts mehr lernen oder erreichen wollen. Sie haben sich teilweise aufgegeben und begründen das oft mit ihrem Alter. Meistens sind es Personen, die älter als 40 Jahre sind, die davon betroffen sind. Sie haben eine Familie, einen Beruf, ausreichend Lebenserfahrung, sind mehr oder weniger glücklich mit ihrem Leben und es scheint als sei die Zeit bei ihnen stehengeblieben. Oft kommt noch eine Gleichgültigkeit hinzu, die man mit fortschreitendem Alter immer häufiger vorfindet.
Solche Menschen begnügen sich meistens mit Ausreden wie “Ach, ich bin schon zu alt, um was Neues zu lernen.”, “Wenn ich in deinem Alter wäre, würde ich…” oder “Meine Zeit ist schon vorbei. Hätte ich damals…” Doch es ist niemals zu spät etwas Neues zu lernen und seinen Träumen zu folgen. Ein tolles Beispiel ist George Dawson. Er ist der Enkel eines schwarzen Sklaven in den USA und war Arbeiter. Das Besondere an seiner Geschichte ist, dass er erst mit 98 Jahren angefangen hat lesen zu lernen. In dieser Zeit hat er das Buch “Life is so Good” mit dem Koautor Glaubman verfasst, in dem er aus seinem langen Leben erzählt.
Im Alter von 101 konnte er auf dem Niveau eines Drittklässlers lesen und erhielt nicht zuletzt durch sein Buch viel Aufmerksamkeit. Er entschied sich letztendlich lesen zu lernen, indem er zu sich sagte: “Dein ganzes Leben lang wolltest du lesen. Vielleicht ist das der Grund warum du noch immer da bist.” Ich habe sein Buch noch nicht gelesen, aber es wandert auf meinen Amazon-Wunschzettel und ich hoffe es in naher Zukunft lesen zu können.
Eine wirklich faszinierende Geschichte. Ein Mann im Alter von 98 Jahren entschließt sich lesen zu lernen. Und er muss wirklich bei Null anfangen. Jemand, der sein Alter als Ausrede benutzt, muss sich überlegen wieviel Zeit er noch hat tolle Dinge zu erleben und Neues zu lernen. Es ist niemals zu spät. Der Geist eines Menschen wird niemals alt, außer er lässt es zu. Sicher, mit 60 ist man möglicherweise nicht körperlich nicht so fit oder geistig nicht so schnell wie mit 20, aber das ist noch lange kein Grund es nicht zu versuchen.
Einem Menschen mangelt es nicht an der Zeit, sondern an der richtigen Einstellung.
Ganz egal, ob man mit 40 anfangen möchte Millionär zu werden, mit 50 einen Universitätsabschluss will oder mit 70 Jahren eine Weltreise unternehmen will, sollte man nicht darauf verzichten, weil man sich für zu alt hält. Natürlich sollte man auf seine Gesundheit Rücksicht nehmen und nicht alles ist im Alter so einfach wie in der Jugend, aber ist das Leben nicht zu schön, um es mit Gleichgültigkeit und Desinteresse zu verbringen?
Man ist vor allem so alt, wie man sich fühlt bzw. wie man denkt. Wenn man eine Sache unbedingt will, dann schafft man es auch, ohne Rücksicht auf das Alter. Und falls man sich irgendwann in der Situation befindet, wo man sich mit seinem Alter herauszureden versucht erst gar nicht anzufangen, dann sollte man sich an George Dawson erinnern, an den Mann, der mit 98 lernte zu lesen.
Leben Sie Ihr Leben!
Viel Erfolg!

8. September 2008 um 14:49
Diesen Satz finde ich nicht unbedingt richtig, es gibt sehr viele Situationen/Fälle bei denen es anderes ist. Trotzdem denke ich mann ist NIE zu alt, um etwas neues zu lernen bzw. etwas neues anzufangen.
Viele Leute gründen mit 50 ein Unternehmen, weil sie 1. die finanziellen Mittel haben, und weil es oftmals ein Traum von ihnen war.
Ahja, bevor ichs vergesse. Wieder einmal ein toller Artikel, aber das ist man ja von dir gewohnt
9. September 2008 um 06:38
9. September 2008 um 11:24
Es gibt aber viele Menschen, besonders ältere Frauen, die nicht aufgeben eine neue Arbeit zu finden. Die haben ihre „eigenen“ Erfolgsregeln, wie:
Ich laß mich doch nicht ausmustern!
Ich habe mich selbst um meine Zukunft gekümmert!
Ob man zum alten Eisen gehört, das bestimmt man selbst!
Allgemein kann man sagen:
Man verkauft doch nicht sein Alter,
sondern seine Arbeitskraft!
Bei einer Gleichgültigkeit befindet man sich auf einem niederen geistigen Niveau. Wird diese Gleichgültigkeit bis weit über die Rente mitgeschleppt, kommt es zur Ablehnung und kann abgleiten bis zur untersten Stufe (wenn nicht schon vorher!): Angst! Viele Menschen befinden sich leider auf dieser untersten Stufe.
Auf einer höheren geistigen Stufe befinden sich Menschen, die von einer Sache begeistert sind. Siehe auch mein Kommentar zu: http://www.1000tipps.com/erfolg/motivation/begeisterung-und-erfolg#comments
Und so kommt es, dass viele Menschen auch noch im hohem Alter sich eine Aufgabe suchen und ihr Leben nicht aufgeben! Erst neulich las ich in der Zeitung, dass eine Frau von über 80 Jahren noch das Abitur nachgeholt hat!
Und In der „Fernsehwoche“ 11/08 gab es einen großen Bericht mit dem Titel: „Willkommen auf der Insel der 100-Jährigen“. Hier gab es eine Menge Tipps, wie man es schaffen kann, bevor man geschafft ist. Es ging um die Gene, die Ernährung, die Erholung, die Bewegung, die Einstellung, die Freundschaft und um den Alltag.
Fernsehwoche: “Rente mit 67? Für Mitsu-Shimoji unvorstellbar! Mit 90 Jahren eröffnete sie noch eine Werkstatt für Kimonostoffe.“
Haris stellte die Frage: „Ist das Leben nicht zu schön, um es mit Gleichgültigkeit und Desinteresse zu verbringen?“ Sicherlich nicht schön für die Menschen, die sich von den Horrormeldungen der Medien in der großen weiten Welt beeinflussen lassen……
10. September 2008 um 12:28
11. September 2008 um 16:25
Viele Leute gründen mit 20 ein Unternehmen, weil sie 1. NICHT die finanziellen Mittel haben und und weil es oftmals ein Traum von ihnen war.
@Christoph: Du kannst uns ja gerne nächstes Mal einladen
@Michael Huhle: Du hast vollkommen Recht. Oft ist es auch ein Problem, das durch die anderen (Familie, Gesellschaft, Freunde, usw.) geschaffen wird. Und indem man versucht “normal” zu sein, gibt man seine Träume auf. Wenn man mit 50 noch ein Unternehmen gründet oder ein Studium beginnt, wird man wahrscheinlich von einigen Menschen komisch angeschaut. Das habe ich auch gemeint mit “es mangelt nicht an Zeit, sondern an der richtigen Einstellung”. Es geht darum, ob man entscheidet wie das eigene Leben sein soll und seine Sicht der Dinge entwickelt und auslebt, oder ob man die Realität anderer Leute annimmt und sich zu sehr beeinflussen lässt. Da gehört sicherlich auch ein gewisser Trotz dazu, aber man überwindet diesen Zustand vor allem von innen heraus.
PS: Hätte dein Kommentar beinahe übersehen. Es war irgendwie im Spamordner gelandet…
@Geld verdienen im Internet: Daran ist ja nichts auszusetzen, wenn sie mit der Situation zufrieden sind. Ich möchte ja niemanden zwingen mit 98 Jahren lesen zu lernen, wenn er das nicht selbst will. Manchmal ist man wirklich besser dran, wenn man nicht lesen kann
Ich danke allen für die tollen Kommentare!