Das Umfeld eines Mensch und Erfolg
22. November 2008Wir werden im Leben zu dem was wir denken, was wir uns wünschen und mit wem wir unsere Zeit verbringen. Unser Weg im Leben hängt sehr stark davon ab wem wir folgen. Behaupten Sie nicht, dass Sie unabhängig, freidenkend und selbstständig sind und niemandem folgen. Wir alle tun es.
Wem folgen wir?
1.
Einerseits folgen wir unseren Vorbildern. Auch wenn wir sie oft nicht persönlich kennen, haben unsere Idole großen Einfluss auf unser Leben. Das können fiktive Personen in Filmen sein, besonders erfolgreiche Menschen oder unsere Eltern.
2.
Außerdem folgen wir unseren Lehrern. Wir ähneln immer mehr den Personen, von denen wir lernen und unser Denken gleicht sich ihrem an. Wer aus dem Brunnen des Wissens trinkt verändert sich. Das Wissen verändert ihn und er entwickelt sich nach und nach zu einer anderen Person. In den meisten Fällen ist diese Veränderung positiv, aber es gibt auch viele Fälle in der Geschichte, wo unschuldige und naive Menschen von skrupellosen Revolutionären, Diktatoren oder Betrügern überzeugt werden.
3.
Wir folgen den Menschen, mit denen wir besonders viel Zeit verbringen. Vereinfacht lässt sich auch sagen: Je mehr Zeit wir mit jemandem verbringen, umso ähnlicher werden wir ihm (und er uns). Das Denken und Verhalten gleicht sich einander an. Das ist eine sehr gute Tatsache, aber sie kann auch gefährlich und schädlich werden, wenn wir zuviel Zeit mit den falschen Menschen verbringen. Zu dieser Gruppe zählen vor allem unsere Freunde und Arbeitskollegen bzw. Menschen mit denen wir regelmäßig zusammen sind (z.B. im Verein, in der Schule, usw.)
4.
Der letzte Punkt ist die Gesellschaft im Allgemeinen oder einzelne Gruppen davon. Wenn Sie diesen Blog regelmäßig besuchen, gehören Sie wahrscheinlich zu Menschen, die positiv denken, sich Erfolg und Glück im Leben wünschen und Verantwortung für ihr Leben übernehmen. Falls Sie Mitglied in einem Schachklub sind, ist das eine andere Gruppe, der Sie folgen. Auch dadurch werden Sie beeinflusst. Sie könnten sich in diesem Augenblick auch einen Blog über negatives Denken durchlesen oder über die wirtschaftliche Lage in Deutschland fluchen. Dadurch würden Sie einer anderen Gruppe von Menschen folgen.
Wir alle werden von unserem Umfeld beeinflusst und geformt. Natürlich ist das nicht der einzige Faktor, aber er ist sehr wichtig. Indem wir diese vier Dinge in unserem Leben ändern, werden wir höchstwahrscheinlich auch uns selbst ändern. Wir lernen so zu denken, sprechen und handeln wie unsere Umgebung. Es geht gar nicht anders.
Leugnen Sie den Einfluss Ihrer Umgebung auf Sie nicht
Falls jeder Mensch, den wir kennen, gerne liest, werden auch wir mehr Bücher lesen. Falls alle unsere Freunde rauchen, werden auch wir zum Raucher. Oft halten die Menschen aus dem näheren Umfeld eine Person vom Erfolg ab, auch wenn sie ihm alle Gutes wünschen und ihn tatkräftig unterstützen. Das Problem ist einfach, dass sie nicht die richtigen Antworten für ihn haben.
Sie wissen nicht wie man sein Ziel erreichen, denn sonst hätten sie es schon geschafft. Falls sich ein Mensch, der intelligent werden will, unter ungebildeten und unbelesenen Menschen befindet, kann er nicht erwarten in dieser Umgebung sehr schlau zu werden. Auch wenn seine Freunde, Familienmitglieder und Arbeitskollegen ihn dabei unterstützen und versuchen ihm zu helfen, wird er es nicht schaffen, bis er keine Personen in sein Leben bringt, die ihm wirkliche Hilfe zukommen lassen können - zum Beispiel einen Buchautor oder einen Professor.
Die Menschen in seiner Umgebung sind möglicherweise wunderbar und lieben ihn, aber er muss sein Umfeld erweitern um den Erfolg zu erhalten, den er möchte. Falls er im gleichen Umfeld bleibt, wird seine Lebenslage sich nicht ändern. Wir werden zu dem, was wir denken. Wenn wir nichts denken, wird nichts aus uns. Jemand, der keine Ziele hat, kann auch nichts erreichen.
Ein Mensch kann die Umstände, die ihn erwarten entweder akzeptieren oder ablehnen und seine eigenen erschaffen. Entweder macht er die Umstände oder sie machen ihn. Entweder führt er sein Leben oder das Leben führt ihn. Unser Geist lässt sich mit einem fruchbaren Ackerboden vergleichen. Den Boden kümmert es nicht, was Sie anpflanzen. Er wird jeden Samen annehmen und durch Ihre regelmäßige Pflege wird er Ihnen das Ergebnis präsentieren.
Sie können Unkraut pflanzen oder einen Apfelbaum. Wichtig ist, dass Sie immer das erhalten, was Sie säen. Beim menschlichen Geist funktioniert dieser Effekt noch viel stärker, aber auch wesentlich versteckter. Es ist nicht auf den ersten Blick sichtbar, dass bestimmte Gedanken und bestimmte Sätze, die in einem Haushalt oft fallen, zu großen Auswirkungen führen. Ein häufiges Kommentar eines Arbeitskollegen hinterlässt genauso wie eine tägliche Ermahnung eines guten Freundes seine Folgen bei einem Menschen.
Schaffen Sie ein positives Umfeld für Sie
Deshalb ist es so wichtig wie Ihr Umfeld beschaffen ist. Sie müssen natürlich nicht alle Ihre Freunde verlassen und ein völlig neues Leben beginnen, aber es ist nur logisch, dass Sie in der gleichen Umgebung keine großen Veränderungen erwarten können. Um die vorherige Metapher zu verwenden: Auch Ihr Umfeld wirft Samen in die Erde aus denen etwas erwächst. Sie säen nicht alles selbst, aber Sie entscheiden indirekt welche Samen Sie erlauben und ermöglichen.
Es ist entscheidend mit Gleichgesinnten zu reden und sich mit ihnen zu treffen. Nur Menschen, die Ihr Ziel bereits erreicht haben oder auf dem Weg dorthin sind, verstehen Sie wirklich. Erwarten Sie kein Verständnis für Ihre Probleme von Angestellten, falls Sie ein Unternehmer sind, und glauben Sie nicht, dass jemand der weniger talentiert ist als Sie, Ihren Perfektionismus und den Wunsch gut Arbeit zu leisten verstehen wird.
Was sind die Folgen dieser Beeinflussung?
Auch wenn es viele Menschen denken, sind sie nicht immun gegenüber den Einflüssen ihrer Umgebung. Niemand ist es. Wir sind ihr vielmehr (fast) schutzlos ausgeliefert. Sie können kein Mitglied einer Gruppe von Menschen sein und ein völlig anderes Menschenbild und andere Glaubenssätze haben. Früher oder später wird einer der zwei Fälle eintreten:
1. Sie werden sich den anderen anpassen und ihre Denkweise übernehmen, was sich auch auf Ihr Verhalten auswirken wird.
oder
2. Sie werden aus der Gruppe ausgeschlossen, weil Sie anders sind. Möglicherweise gehen Sie auch selbst.
Sie können beide Möglichkeiten für sich nutzen. Falls Sie einer positiven Gruppe beitreten, die mehr Erfahrung oder Wissen besitzt als Sie, werden Sie zweifelsohne davon profitieren. Aber auch falls Sie aus einer negativen Gruppe austreten, werden die Folgen auf Ihr Leben gut sein.
Haben Sie Regeln für Ihr Umfeld?
Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit indirekt zu bestimmen wie das Umfeld Sie beeinflusst und Ihnen bei der Erreichung Ihrer Ziele hilft. Sie können Ihre Freunde, die Gesellschaft und Ihre Arbeitskollegen verändern und die anderen so denken lassen, wie Sie, aber Sie haben immer die Wahl, ob Sie bleiben oder gehen.
Ich mag es überhaupt nicht, wenn um mich herum geraucht wird. An dieser Einstellung halte ich eisern fest. Bei mir in der Wohnung wird nicht geraucht, ich gehe sehr selten zu Menschen, die in meiner Gegenwart rauchen, und die Folge davon ist, dass ich nicht viele Freunde und Bekannte habe, die Raucher sind.
Das führt auch zu Einschränkungen und es gibt Orte, die ich meide. Rauchen ist meiner Meinung ein Zeichen von mangelnder Selbstdisziplin und zeigt, dass der andere seinen Körper und oft auch sein Leben nicht sehr schätzt. Außerdem ist anderen gegenüber - vor allem Kindern - einfach nur verantwortungslos.
Ich gehe also nicht in Bars, Cafes, Vereine, Wohnungen und Räume, in denen geraucht wird. Das führt dazu, dass ich nicht viel mit Rauchern in Kontakt trete und das möchte ich auch nicht. Es gibt nicht viele Raucher in meinem Leben und diejenigen, die es sind, rauchen nicht in meiner Anwesenheit.
Manche Menschen denken, dass dieses Verhalten große Opfer erfordert und ich auf etwas verzichten muss, aber das ist nicht wahr. Ich habe mich einfach entschlossen der Gruppe der Raucher nicht beizutreten und auch nicht Zeit mit ihnen zu verbringen und es hatte einen sehr positiven Effekt auf mein Leben.
Das ist ein Beispiel dafür, dass Entscheidungen im Leben zu bestimmten Folgen führen und natürlich auch immer auch Opfer bedeuten. Jeder Lebenstil bringt Opfer mit sich. Jemand, der die Gesellschaft von Rauchern sucht, bezahlt ihn mit seiner Gesundheit. Ich bezahle ihn möglicherweise damit, dass ich mit manchen Menschen nicht befreundet sein kann oder bestimmte Orte meide.
Jemand, der sich entschließt seinen Träumen nicht zu folgen, ein Leben der Anpassung zu führen und der Linie des geringsten Widerstands zu folgen, bezahlt ihn mit der Langeweile bei der Arbeit und dem ausbleibenden Erfolg. Ein Mensch, der das Gegenteil tut und mutig ist, muss auf den gemütlichen Fernsehabend oder den Besuch in der Stammkneipe verzichten.
Jedes Leben hat seinen Preis und jeder muss ihn bezahlen, ohne Ausnahmen. Es Ausmaß des Preises ist unterschiedlich und auch die verschiedenen Möglichkeiten und negativen sowie positiven Seiten sind anders, doch jeder Lebensstil bringt auch Opfer mit sich.
Jede Wahl, jede Entscheidung bringt Auswirkungen auf unser Leben mit sich. Wer sein Umfeld nicht selbt und bewusst auswählt, wird vom Umfeld ausgewählt. Falls er sich seine Arbeit nicht selbst auswählt, wählt sie ihn. Falls er seine Freunde nicht bewusst wählt, wählt sie der Zufall. Und wenn er nicht bereit ist sein Umfeld zu verändern, kann er auch sein Leben nicht verändern.
Leben Sie Ihr Leben!
Viel Erfolg!
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22. November 2008 um 10:37
Aber es gibt Methoden die Wirkung unseres Umfeldes berechenbar und damit sichtbar und gezielt beeinflussbar zu machen. Dazu muss man noch nicht einmal in eine besonders teure Gegend ziehen, das richtige Büro, die richtige Wohnung richtig genutzt bewirkt oft wahre Wunder.
Damit habe ich schon Unternehmen zum Erfolg und Hartz IV Empfänger aus der Arbeitslosigkeit geführt.
Gerhard Zirkel
PS: Ich schreibe gerne mal einen Gestartikel, wenn gewünscht …
27. November 2008 um 12:09